Arbeiten nach dem Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan (BEP)

Im Mai 2003 bewarb sich unser Kindergarten nach einer Ausschreibung des Staatsinstitutes für Frühpädagogik (IFP) in München zur Erprobung des Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplans (BEP). Im Juli 2003 erfuhren wir: Der Kindergarten St. Ursula wurde zusammen mit weiteren 103 Einrichtungen, davon 6 aus Niederbayern, als Modellkindergarten zur Erprobung ausgewählt.


Unter wissenschaftlicher Begleitung des IFP wurde der Versuch im Kindergartenjahr 2003/2004 durchgeführt. Insgesamt bedeutete die Teilnahme am Modellversuch jede Menge Mehrarbeit, aber gleichzeitig war es für uns eine Gelegenheit unsere pädagogische Arbeit erneut kritisch zu hinterfragen und zu überdenken. Erfreut stellten wir fest, dass sehr viele Ziele des BEP in unserem Kindergarten schon immer umgesetzt wurden, wir mussten unsere Arbeit nicht von Grund auf ändern. Ab dem Kindergartenjahr 2005/06 ist der BEP verbindlich für alle Kindertageseinrichtungen bis zur Einschulung.

 

Vermittlung von Basiskompetenzen

Der Mensch hat die angeborene Tendenz:

  • zu wachsen und sich zu entwickeln,
  • Herausforderungen zu meistern,
  • ein stimmiges Selbstkonzept zu entwickeln.

Dazu braucht er die Unterstützung seiner sozialen Umgebung.

 

Basiskompetenzen haben eine herausragende Bedeutung. Sie bilden die Grundlage, damit lebenslanges Lernen gelingt. Je besser die Kompetenzen ausgebildet sind, desto besser kommt ein Kind im Leben mit allen Höhen und Tiefen zurecht. Gut ausgebildete Basiskompetenzen sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung von Übergängen, z. B. vom Kindergarten zur Schule.

Kompetenzen

Die Gesundheitspädagogin und Psychotherapeutin Irmin Ebner-Schütz vergleicht Basiskompetenzen mit den Wurzeln eines Baumes.


Kommt ein Kind in unsere Einrichtung hat es in seiner Familie bereits zahlreiche Kompetenzen erworben. Die pädagogische Arbeit im Kindergarten erweitert und vertieft diesen Prozess.

Förderschwerpunkte

Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche

Wertorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

Wertorientierung und Religiosität
Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Sprach- und medienkompetente Kinder

Sprache und Literacy
Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Fragende und forschende Kinder

Mathematik
Naturwissenschaften und Technik
Umwelt

Künstlerisch aktive Kinder

Ästhetik, Kunst und Kultur
Musik

Starke Kinder

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport
Gesundheit

 

(nach BEP)

Das pädagogische Programm in unserem Kindergarten wird durch das Prinzip der ganzheitlichen Förderung geprägt. Einzelne Bildungsbereiche stehen nicht isoliert nebeneinander, sondern durchdringen und ergänzen sich gegenseitig. Bei gezielten Lernangeboten fördern wir die Kinder immer in mehreren Bereichen gleichzeitig.

Förderschwerpunkte